Naturparkschule

Königsegg-Grundschule ist "Naturparkschule"

Seit Mai 2015 hat unsere Schule ein Langzeitprojekt für alle Klassen zur nachhaltigen Umwelterziehung gestartet. Die Königsegg-Grundschule ist offizielle Naturparkschule geworden.

Naturparkschule 1. Jahrgang

In der ersten Jahrgangsstufe steht zunächst das Kennenlernen des Naturparks Nagelfluhkette im Mittelpunkt.

So gibt es im Herbst eine Begrüßungsveranstaltung in unserer Aula, bei der den Erstklässlern von Mitarbeitern des Naturparks willkommen geheißen werden und ihnen der Naturpark Nagelfluhkette anhand einer Powerpointpräsentation vorgestellt wird. Doch Naturparkführerin Tanja König und die Ranger Max Löther und Florian Heinl haben natürlich auch echtes Nagelfluhgestein im Gepäck und machen die Kinder damit schon neugierig auf die zweite Aktion, welche im Winter erfolgt. Im Januar bekommen die Erstklässler dann von Ranger Max die Entstehungsgeschichte der Nagelfluhkette mit Hilfe verschiedener Modelle und Karten erklärt, bevor jedes Kind seinen eigenen Nagelfluhstein schleifen und anschließend mit nach Hause nehmen darf. Im März geht es dann mit Herrn Scherm auf die Schulwiese am Kalvarienberg, wo wir die Frühblüher und ihre Wachstumsbedingungen genauer unter die Lupe nehmen. Da staunen die Kinder nicht schlecht, dass die Bodentemperatur im Wurzelbereich eines Schlüsselblümchens tatsächlich höher ist, als in der Bodenumgebung und das Schlüsselblümchen deshalb schon so früh blühen kann. Nach den Pfingstferien machen sich die ersten Klassen erneut auf den Weg zur Schulwiese am Kalvarienberg, um dort mit Naturparkführerin Tanja König, Ranger Max Löther und zahlreichen Elternhelfer in Kleingruppen die Artenvielfalt auf der heimischen Wiese zu erforschen. Ob im blühenden, gemähten oder beweideten Zustand: eine Wiese kennt jedes Kind im Allgäu aus nächster Nähe. Was genau sich aber auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen tummelt, ist meist erst auf den zweiten Blick zu sehen. Gemeinsam mit Ranger Max Löther und Naturparkführerin Tanja König machen sich alle Erstklässler der Naturparkschule Königsegg auf den Weg zum Kalvarienberg. Mit im Gepäck: Becherlupen, Insektenkescher, Schreibzeug und das von Grundschullehrer Oliver Scherm entwickelte „Wiesen-Entdecker-Heft“ zum Ausfüllen. Ziel der Schülerinnen und Schüler ist die ungemähte Wiese unterhalb der Kalvarienberg-Kapelle. Mit Hilfe der Forscherutensilien können die Kinder auf „Wiesen-Entdecker-Tour“ gehen. Bei ihrer Suche kentdecken die Naturparkschüler spannende Arten wie Wildbienen oder das seltene Knabenkraut, welches zu den Orchideen zählt. Anfang Juli können die Naturparkschüler gemeinsam mit den Landwirtschaftsschülern der Berufsschule 3 in Kempten die Wiese mähen und ihr eigenes Heu herstellen. Das erste Naturparkschuljahr beschließt ein Bauernhofbesuch, bei dem die Kinder unter anderem das Heu an die Kühe verfüttern dürfen. Zudemkönnen die Naturparkschüler hier den Zusammenhang zwischen Wiese, Kuh, Milch und Käse hautnah erleben. So wird bei der künftigen Generation ein Bewusstsein für die heimische Kulturlandschaft geschaffen. Und ganz nebenbei wird sicherlich der ein oder andere später bei Milch- und Käseprodukten die regionale Variante wählen.

Naturparkschule - 2. Jahrgang

Im November sind alle Klassen des zweiten Jahrgangs zu Besuch auf dem Bauernhof der Familie Schwarzmann in Flecken. Dort lernen die Kinder an verschiedenen Stationen allerhand Interessantes und Wissenswertes zum Thema "Von der Kuh zur Milch". Die Wissensvermittlung übernehmen an diesem Vormittag BerufsschülerInnen der Landwirtschaftsschule in Kempten, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrer, Herrn Liebherr, intensiv darauf vorbereiten und diverses Anschauungsmaterial bereit halten. Alle Stationen und den Zeitplan im Blick hat dabei auch Elisabeth Mayr vom Naturpark, die stets für den pünktlichen Stationenwechsel sorgt. Der absolute Höhepunkt, da sind sich die Grundschulkinder einig, ist die Station, an der jeder einmal an einer - zum Glück sehr geduldigen - Kuh das Melken ausprobieren darf. Bei der Brotzeit gibt es zwischendurch zur Stärkung von Kreisbäuerin Monika Mayer natürlich auch frische Allgäuer Vollmilch zum Probieren. Mit viel neuem Wissen und einer gehörigen Portion Landluft im Gepäck, kehren die Kinder mittags wieder in die Schule zurück, während sich die LandwirtschaftsschülerInnen erst einmal von dem für sie doch recht anstrengenden Vormittag bei einer Brotzeit stärken dürfen.